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Neuerungen in den Googles Quality Rater Guidelines

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Eine neue Version  der Googles Quality Rater Guidelines offenbart Änderungen im Google Quality Rating, die in Zusammenhang mit dem Panda-Update stehen. 

Google verlässt sich bei der Bewertung von Websites nicht nur auf Algorithmen. Bereits seit vielen Jahren lässt Google menschliche Search Quality Rater die Qualität von Websites bewerten. Diese Bewertungen fließen direkt oder indirekt in die Rankings ein.

Als Anleitung für alle Search Quality Rater gibt es die Search Quality Rater Guidelines. Dieses Dokument sollte eigentlich intern bleiben, doch immer wieder sind neue Versionen davon an die Öffentlichkeit gelangt. In dieser Woche ist genau das mit der Version 3.2.7 passiert.

In dieser jüngsten bekannten Version gibt es interessante Neuerungen gegenüber der zuletzt bekannten Version. Früher wurde nur bewertet, wie nützlich eine Seite bezogen auf eine bestimmte vorgegebene Suchanfrage ist. Laut den neuen Search Quality Rater Guidelines wird nun zusätzlich die Seite unabhängig von bestimmten Suchanfragen bewertet.

Bewertungs-Formular für Seiten. Quelle: Searchengineland

Daraus lassen sich einige Faktoren identifizieren, die fürs Quality Rating wichtig sind:

  • Layout und Unterscheidbarkeit von Inhalt und Werbung:
    Bereits beim Panda-Update im Frühjahr 2011 wurde vermutet, dass übermäßige Werbung auf einer Seite ein Negativfaktor sein könnte. Mit dem Page Layout Update im Januar 2012 wurde dies offiziell zum Ranking-Faktor. Laut Google soll der primäre Inhalte schnell auffindbar und einfach von Werbung unterscheidbar sein. Zudem wird ein generell gutes Layout positiv bewertet.
  • Qualität und Aktualität des Inhalts:
    Erwartungsgemäß spielt die Qualität des Inhalts eine bedeutende Rolle – immerhin wird dies von offiziellen Google-Vertretern stets betont. Die einst veröffentlichten 23 Fragen für Webmaster sind ein guter Anhaltspunkt, welche Faktoren die Quality Rater bei dieser Frage mit einbeziehen könnten. Dabei werden die primären Inhalte als auch die ergänzenden Inhalte getrennt bewertet. Es erscheint daher sinnvoll, auf jeder Seite auch passende ergänzende Inhalte anzubieten. Außerdem wird auch bewertet, ob die Inhalte aktuell gehalten werden oder bereits veraltet sind.
  • Umfang des primären Inhalts:
    Zahlreiche SEO-Tutorials enthalten Empfehlungen zu einer Mindest-Wortanzahl, die ein Artikel beinhalten sollte. Oft werden 150 bis 250 Wörter als Minimum empfohlen. Der Gedanke dahinter war zumeist, dass nur so ausreichend Keywords in einem Text sinnvoll untergebracht werden können. Die Quality Rater Guidelines lassen nun aber vermuten, dass der Umfang der Inhalte auch von Google als wichtig angesehen wird. Dabei geht es aber eher um eine inhaltliche Vollständigkeit und nicht um eine bestimmte Wortanzahl.
  • Zielseite passt zur gesamten Website:
    Große Webportale nutzen ihre Domainstärke oft aus, um auch zu themenfremden lukrativen Keywords zu ranken. Es ist natürlich nicht im Sinne der Suchmaschinen, dass beispielsweise eine Autorität zum Thema Gesundheit dann aufgrund der erlangten Domainstärke auch zu Finanzthemen rankt. Zu viele themenfremde Inhalte sollten daher vermieden werden, um kein schlechtes Quality Rating zu erhalten.
  • Verantwortliche für Website und Zielseite:
    Ob das Vorhandensein eines Impressums ein Ranking-Faktor sein könnte, war lange Zeit umstritten. Die Quality Rater Guidelines zeigen nun eindeutig, dass es zumindest im Rahmen der Quality Ratings eine Rolle spielt. Der Verantwortliche für die Website sollte klar erkennbar sein, aber auch der Verantwortliche für die einzelne Zielseite. Dies spricht für den Einsatz von Autoreninformationen auf jeder einzelnen Seite. Zudem sollten einfache Kontaktmöglichkeiten bestehen.
  • Reputation der Website:
    Auch die Reputation einer Website wird im Rahmen der Quality Ratings bewertet. Mögliche Anhaltspunkte liefern auch hier die 23 Panda-Fragen. Hilfreich ist sicherlich eine “Offline-Bekanntheit”, möglicherweise aber auch positive Berichte im Internet, Zertifkate, Kundenmeinungen und Likes in sozialen Netzwerken.

Es ist nicht verwunderlich, dass die hier aufgelisteten Faktoren stark an die vermuteten Panda-Faktoren erinnern. Denn beim Panda-Update wurden Machinenlern-Algorithmen implementiert. Offensichtlich werden die Quality Ratings als (eine) Bewertungsgrundlage für die  Machinenlern-Algorithmen verwendet. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass auch noch andere Faktoren wie Return-to-SERP-Rate oder blockierte URLs ebenfalls als Bewertungsgrundlage dienen.

Die Informationen aus den Search Quality Rater Guidelines zeigen jedenfalls eindeutig, welche Faktoren für ein gutes Quality Rating wichtig sind. Abseits von guten Inhalten sollte daher etwa auf eine klare Trennung von Werbung, ein professionelles Layout, ausreichende Autoren-Informationen und Vertrauensverstärker geachtet werden.

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