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EMD-Update soll schlechte Keyword-Domains zurückdrängen

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Mit einem Algorithmus-Update verringert Google den Bonus von Keyword-Domains. Laut ersten Analysen sind vor allen Keyword-Domains mit wenigen Backlinks betroffen. Keyword-Domains werden aber nicht gänzlich verschwinden.

Im Kampf gegen unerwünschte SEO-Maßnahmen hat Google dieses Jahr seine Gangart deutlich verschärft. In vergangenen beiden Jahren gab es mit dem Mayday-Update und dem Brand-Update (2010) bzw. dem Attribution Update und dem Panda Update (2011) jeweils zwei wesentliche “Anti-SEO”-Updates. Dieses Jahr kommt nach dem Page Layout  Update, dem Penguin Update und dem Diversity Update mit dem EMD-Update bereits das nächste derartige Update (zudem kommen laufende Verfeinerungen des Panda Updates).

Das Ziel des EMD-Updates ist einfach erklärt: der Vorteil von Keyword-Domains (vor allem von Exact Match Keyword Domains = EMD, d.h. die Domain entspricht exakt der Suchphrase) sollte reduziert werden. Denn gerade bei wenig bis mittelmäßig umkämpften Keywords konnten auch  schwache Websites dank einer Exact Match Keyword Domain sehr gut ranken.

Matt Cutts kündigt das EMD-Update an

Matt Cutts kündigt das EMD-Update an

Betroffen von diesem Update sind immerhin 0,6% der englischsprachigen Suchanfragen.
Für den deutschsprachigen Markt sind keine Zahlen bekanntgegeben worden. Derzeit fehlt überhaupt noch eine Bestätigung, dass das Update hierzulande schon stattgefunden hat (beobachtete Änderungen könnten auch auf andere Änderungen wie das überlappende Panda Update #20 zurückzuführen sein).

Eine erste Analyse von SEOmoz zeigt, dass die Sichtbarkeit von Exact Match Domains bei den verwendeten Keywords  um 10% zurückgegangen ist. Auch die Sichtbarkeit von Partial Match Domains ist  in einem etwas geringeren Ausmaß zurückgegangen.

Auswirkungen des EMD-Update

Auswirkungen des EMD-Update laut SEOmoz

Keyword-Domains schneiden damit im Durchschnitt  etwas schlechter als bisher ab, sind aber keineswegs alle wirkungslos geworden. Laut Ankündigung sollten ohnehin nur Keyword-Domains “von geringer Qualität” getroffen werden.

Die wesentliche Frage lautet daher: woran unterscheidet Google gute von schlechten Keyword-Domains? Erste Analysen zeigen hier zumindest eine Korrelation zur Anzahl der Backlinks. Betroffen sind eher Keyword-Domains mit wenigen Backlinks. Diesen Zusammenhang vermuten u.a. auch Julian Dziki und Markus Hövener auf ihren Blogs.

Keyword-Domains dürften einen Teil ihres Bonus verloren haben, den sie durch das Keyword im Domainnamen hatten. Sie haben aber weiterhin den Vorteil, dass sie öfter mit einem Keyword verlinkt werden als Brand-Domains. Doch auch Besitzer von Keyword-Domains müssen beim (jetzt wichtiger gewordenen) Aufbau von Backlinks aufpassen. Denn ein zu hoher Keyword-Link-Anteil ist bereits im Zuge des Penguin-Updates einigen Keyword-Domains zum Verhängnis geworden.

Leidtragende dieses Updates dürften vor allem SEOs und Domainer sein, die sich nur auf Keyword-Domains verlassen haben und den Backlink-Aufbau vernachlässigt haben. Im Gegensatz zu anderen Updates wird eine Anpassung an die neuen Algorithmen aber relativ einfach, wenn man über einige gute Backlinkquellen verfügt. Daher ist es auch höchst unwahrscheinlich, dass Keyword-Domains bald der Vergangenheit angehören.

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